raumduft

Weltraumerforschung

17. Dezember 2008

Die ganze Welt klinkt sich inzwischen, so gut es die finanziellen und technischen Mittel des jeweiligen Landes zulassen, in die Raumfahrt mit ein. Auch Malaysia hatte Anfang des Jahres als ersten Astronauten Sheik Muszaphar Shukor zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Dieser Flug war für den gläubigen Moslem nicht ganz einfach zu bewältigen, weil er während des Fastenmonats Ramadan stattfand. Er hatte daher durch den Religionsrat besondere Instruktionen zur Einhaltung der Vorschriften erhalten. Weiter Projekte zur Weltraumerforschung mussten allerdings gestoppt werden. Wissenschaftsminister Maximus Ongkili äußerte gegenüber der „New Straits Times“, dass es überall an Geld fehle und ein zweiter malaysischer Astronautenflug daher erst einmal auf Eis gelegt wird. Wann dieser in die Tat umgesetzt werden kann, steht bislang noch nicht fest.

Weltraumkostüm

16. Dezember 2008

Wir sind zwar alle keine Weltraumforscher, aber dank entsprechender Kostüme können wir uns zumindest zeitweise so fühlen. Karnevalsfeiern und Mottopartys greifen immer wieder gern das Thema „Universum“ auf, weil der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt sind. Wir wissen nicht, wer oder was da draußen existiert, demzufolge ist auch alles möglich. Ob Astronaut, Alien oder ein Geschöpf aus „Star Wars“- für nahezu alles gibt es inzwischen ein Weltraumkostüm. Man kann sich selbst etwas schneidern oder einen Kostümverleih bemühen, ein großer Auftritt ist wohl jedem Geschöpf aus dem All sicher!

Webcam Weltraum

15. Dezember 2008

Wer würde nicht gern erfahren, was auf der Erde oder im All vor sich geht?! Eine Webcam Weltraum bietet beeindruckende Aufnahmen von ISS Missionen, Shuttle Starts oder Stürmen, die sich irgendwo in Amerika zusammenbrauen. Die NASA gibt Internetusern mit ihrem Fernsehsender NASA TV die Möglichkeit, die Arbeit der Astronauten im All und der Kontrollzentren am Boden zu verfolgen. Verschiedene Satelliten wie INSAT oder METEOSAT liefern aktuelle Aufnahmen der geographischen und meteorologischen Verhältnisse auf der Erde, und auch unser aller Lieblingsteleskop Hubble sendet regelmäßig tolle Aufnahmen von den Ereignissen im Weltraum an seine Basisstationen.

Ohne die intensive Raumforschung der letzten 50 Jahre wüssten wir bis heute nicht, was sich hinter den Sternen, die wir von der Erde aus sehen können, verbirgt. Wir hätten keine Ahnung, was auf den Planeten unseres Sonnensystems vor sich geht oder wie sie entstanden sind. Es gibt noch viel zu entdecken, die Forschung arbeitet fieberhaft an neuen Projekten und wird irgendwann vielleicht in ferne Welten vordringen und unbekannte Zivilisationen entdecken.

Weltraumreisen

14. Dezember 2008

In das All zu reisen ist noch immer Utopie oder nur für Multi-Millionäre machbar. Physiker Albert Einstein vertrat allerdings eine interessante Theorie zu diesem Thema. Laut seiner Relativitätstheorie reist man umso langsamer durch die Zeit, je schneller man den Raum hinter sich lässt. Das bedeutet, dass man länger jung bleibt. Inzwischen wird diese These allerdings angezweifelt, weil die kosmische Strahlung die Telomere( Kappen auf der DNA) zerstören könnte, was wiederum zu einer vorzeitigen Alterung führen könnte. Astronauten haben Studien zufolge eher mit Alterserscheinungen zu kämpfen als andere Menschen. Auch Hirn und Knochenmark dürften aufgrund der Gammastrahlung eher an Leistung abbauen als das normalerweise der Fall wäre. Lange Weltraumreisen sind daher für den menschlichen Organismus kaum zu schaffen.

Weltraumseiten

13. Dezember 2008

Das Internet bietet Informationen zu allen denkbaren Themen, und auch der Weltraum ist auf zahlreichen Webseiten vertreten. Interessierte können per Mausklick ins All reisen, sich das Innere von Raumschiffen ansehen und die Beobachtungen der Teleskope verfolgen. Täglich gibt es neue Entdeckungen und Theorien, die bewiesen oder wiederlegt werden müssen.

Weltraumseiten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die komplexen Vorgänge im All und die wissenschaftlichen Projekte der Forscher und Astronomen allgemeinverständlich aufzubereiten. Unter dem Link morgenwelt.de/207.html finden interessierte User beispielsweise Fakten und News zu allen Bereichen der Naturwissenschaft, auch der Astronomie.

Auch Kinder können viel Wissenswertes über Raum und Zeit im Internet entdecken. Der Bayrische Rundfunk( BR) hat eine Kinderwebsite mit Lexikon eingerichtet, das auch Fragen zum Weltall beantwortet. Wer schon immer einmal wissen wollte, warum es im All dunkel ist und wozu eine Raumsonde gut ist, findet hier unter br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2004/00488/ eine Erklärung.

Aus dem Weltraum gesehen

12. Dezember 2008

Dank zahlloser Weltraumflüge von Satelliten, Teleskopen und Raumfahrzeugen sind zahlreiche Bilder der Erde entstanden, die uns die Schönheit unseres Planeten immer wieder verdeutlichen. Darauf werden Berge, Meere und Polarregionen sichtbar, die Erde ist ein Himmelskörper mit vielen Gesichtern. Astronauten betonen oft, dass sie der Blick von oben auf unsere Welt verändert habe. Man erkennt plötzlich wie klein und unbedeutend der Einzelne mit all seinen Träumen, Zielen und Ängsten, und wie schützenswert der Blaue Planet ist. Es wird auch oft behauptet, dass die Chinesische Mauer das einzige Bauwerk sei, das aus dem Weltraum gesehen werden kann. Diese Theorie ist inzwischen (leider) wiederlegt. Kein Astronaut, darunter auch ein Chinese, konnte das Wahrzeichen Chinas auf den Flügen um die Erde erkennen!

Europäische Weltraumorganisation

11. Dezember 2008

Der Raumtransporter „Jules Verne“ hat seinen ersten Flug zur ISS erfolgreich überstanden und wieder Kurs auf die Erde genommen. Wie die europäische Weltraumorganisation ESA berichtete, soll das 10 Meter lange, unbemannte Fahrzeug am 29. September 2008 mitsamt Gepäck, ISS-Abfall und Wasser in die Erdatmosphäre eintauchen und dort verglühen. „Jules Verne“ hatte, beladen mit Nahrungsmitteln, Wasser und Treibstoff, am 3. April dieses Jahres an der Internationalen Raumstation angedockt und die Crew mit lebenswichtigen Dingen versorgt. Dieses Fahrzeug ist das größte in Europa entwickelte Raumschiff und wird auch Automated Transfer Vehicle( ATV) genannt.

Weltraum Cam

10. Dezember 2008

Die europäische Weltraumsonde Venus Express hat unbekannte Wolkenformationen in der Atmosphäre des Planeten entdeckt. Es handelt sich dabei um löchrige Wolkenstrukturen aus Schwefelsäure über dem Venusäquator, die durch heftige Gasbewegungen ausgelöst werden können, und dichte Wolken über dem Südpol. Aufgenommen wurden die Bilder wahrscheinlich von einer Weltraum Cam des Max-Planck-Instituts für Sonnenforschung in Katlenburg-Lindau. Venus und Erde sind etwa gleich groß, besitzen allerdings unterschiedliche Atmosphären. Die giftigen Gase über der Venus verhindern, dass sich dort Leben entwickelt.

Die Kamera beobachtet ununterbrochen die oberste Wolkenschicht des Planeten und macht Aufnahmen mit sichtbarem und ultraviolettem Licht um die verschiedenen Strukturen der Atmosphäre sichtbar zu machen. Die Venussonde kreist in einer elliptischen Bahn um den Himmelskörper wobei sich der Abstand der Kamera zur Venus ständig ändert und Bilder des ganzen Planeten, aber auch Nahaufnahmen entstehen. Sie zeigen auch, dass die Wetterlage in 40 bis 50 Grad südlicher Breite sehr gemäßigt ist und durch lange Wolkenbänder gleichmäßige Luftströme entstehen. Die Bildung der unterschiedlichen Wetterregionen auf der Venus dürfte die Wissenschaftler noch eine Weile beschäftigen.

Weltraumteleskop

9. Dezember 2008

Das Weltraumteleskop Hubble hat Aufnahmen eines mysteriösen Himmelsobjektes zur Erde geschickt, das sich jeglicher Deutung entzieht. Bereits 2006 entdeckte Hubble den rätselhaften Lichtfleck im Sternbild Boötes( Bärenhüter), der anschließend auf den nüchternen Namen SCP 06 F6 getauft wurde. Er war etwa sieben Monate zu beobachten, erreichte nach 100 Tagen seine maximale Helligkeit und verglomm dann langsam wieder. Der Fleck weist stark asymmetrische Helligkeitskurven auf und kann demzufolge keine Supernova sein. Auch seine Strahlen-und Elementspektren weichen von allen bekannten Mustern ab, Wissenschaftler können nicht einmal die genaue Lage von SCP 06 F6 bestimmen.

Astronomen wollen in dem unbekannten Spektrum allerdings Hinweise auf eine kühle, kohlenstoffreiche Sternatmosphäre gefunden haben; das geheimnisvolle Himmelsobjekt könnte demnach ein neuer Typ Supernova oder ein kohlenstoffreicher Stern sein, der durch die Gravitation eines nahen Partnersterns auseinandergerissen worden ist. Himmelsforscher wollen den Lichtfleck weiter beobachten um herauszufinden, ob er eventuell in regelmäßigen Abständen aufflackert. Dann dürfte sich Herkunft und Natur dieses Phänomens wohl bald entschlüsseln lassen.

Weltraumarchäologie

8. Dezember 2008

Astronomen beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit den Geröllhaufen zwischen der Mars- und der Jupiterbahn. Alten Sternenkarten zufolge soll unser Sonnensystem früher 10 Planeten besessen haben. Die Gesteinsbrocken könnten also Überreste dieses Planeten sein, der Phaeton genannt wird. Die Marsoberfläche sieht für viele Wissenschaftler so aus, als wäre sie schon einmal bebaut worden. Außerdem hat es einst Wasser auf dem Roten Planeten gegeben. Die Vermutung liegt nahe, dass dort bereits zivilisiertes Leben existiert hat, Beweise für diese Theorie stehen aber noch aus.
Die Archäologin Beth O‘ Leary hat zudem an der New Mexico State University das Projekt „Space Heritage Task Force“ ins Leben gerufen um die Spuren, die Menschen im All hinterlassen als Kulturerbe unter Schutz stellen zu lassen. So könnte man beispielsweise die historischen Fußabdrücke von Neil Armstrong isolieren, bevor der Weltraumtourismus den Mond in Beschlag nimmt und die ersten Reisenden den Erdtrabanten erobern.

Die Nasa steht der Weltraumarchäologie allerdings skeptische gegenüber. Fremde Planeten dürfen nicht von einer Nation in Anspruch genommen werden. Ehe also auf dem Mond ein „Naturschutzreservat“ entstehen kann, müssen durch die verschiedenen Staaten Schutzgesetze unterzeichnet werden. Wenn dies bald geschieht wäre Beth O‘ Leary vermutlich die erste Archäologin im All und würde ein Stück Weltraumgeschichte schreiben.

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