raumduft

Weltraummissionen

27. Dezember 2008

China holt im Bereich der Raumfahrt immer weiter auf. Der Magdeburger Mediziner Oliver Ullrich will sich daher an einer der nächsten Weltraummissionen beteiligen. Die Astronauten sollen in seinem Auftrag ein Experiment zum menschlichen Immunsystem durchführen. Dieses verändert sich in der Schwerelosigkeit und Ullrich, der eine Professur an der Otto-von Guericke-Universität innehat, möchte nun mithilfe verschiedener Untersuchungen den Ursachen auf den Grund gehen. Das Raumschiff „Shenzou 7“ ist bereits im All.
Die drei Astronauten der Mission werden nun die Entwicklung ihres Immunsystems beobachten. Eine weitere Mission „Shenzou 8“ ist für 2010 oder 2011 geplant. Der Mensch kann nur eine begrenzte Zeit und unter bestimmten Bedingungen im All überleben. Ullrichs Ergebnisse könnten eine Grundlage für menschliches Leben auf anderen Planeten bilden. Wenn man weiß, wie wir langfristig außerhalb der Erde leben können, ist die Besiedelung anderer Planeten vielleicht irgendwann tatsächlich möglich.

Weltraummuseum

26. Dezember 2008

Jedes Museum ist einem oder mehreren Themen gewidmet, die dem Besucher anhand verschiedenster Ausstellungsstücke nähergebracht werden sollen. Weltraummuseen nehmen ihre Gäste mit auf eine intergalaktische Reise zu den Sternen. In Deutschland, Russland und Frankreich warten zahlreiche Kunstsammlungen dieser Art darauf entdeckt zu werden. Wer je nach Toulouse kommt, sollte das Weltraummuseum Cité de l’Espace besuchen. Dort kann der Hobbyraumforscher eine lebensgroße Nachbildung der Ariane-Rakete bestaunen, sich die Mir-Station von innen ansehen und sich mit den Planeten unseres Sonnensystems auseinandersetzen.

Der interaktive Park „Astralia“ versetzt den Besucher komplett in andere Welten und lässt ihn (beinahe)vergessen, dass er sich auf der Erde befindet. Weitere Ausstellungsräume laden zum Experimentieren ein, da kann man beim Start einer Rakete zusehen, sich in der Fernkommunikation versuchen und sogar das Wetter vorhersagen. Dank seiner Vielseitigkeit ist das Museum ein riesiger „Abenteuerspielplatz“ für Groß und Klein!

Weltraumnahrung

25. Dezember 2008

Der Aufenthalt im All stellt eine enorme Belastung für den Körper dar, und eine normale Ernährung gestaltet sich in der Schwerelosigkeit als schwierig. Die Weltraumnahrung der Astronauten ist deshalb in Plastetüten verpackt oder wird in Form von Tuben oder Würfeln verabreicht, die sich problemlos transportieren lassen. Deren Inhalt ist sehr nährstoffreich und versorgt die Astronauten vor allem mit stärkendem Calcium, weil die Schwerelosigkeit den Knochenabbau beschleunigt. Hinzu kommt, dass die Weltraumflieger im All kaum Hunger und Durst verspüren, feste Termine für die Mahlzeiten sind also Pflicht, damit das Essen nicht vergessen wird!

Juri Gagarin aß während seines berühmten ersten Raumfluges übrigens Pastete und Kaviar, heute lassen sich die Gerichte teilweise sogar mit Besteck verzehren und bringen den Astronauten damit ein Stück Normalität ins All. Frische Lebensmittel sind selten, da z.B. auch Obst nur zwei Tage außerhalb der Erde frisch bleibt. Die Astronautennahrung ist allerdings in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich, damit die Passagiere der Missionen zumindest etwas Abwechslung haben.

Sie wird auch in Krankenhäusern verabreicht und soll angeblich sogar den Alterungsprozess des Körpers verzögern. Soldaten, Extremsportler und Abenteurer profitieren ebenfalls von dieser gehaltvollen Nahrung und führen dem Körper alle Nährstoffe zu, die er braucht um enorme Belastungen auszugleichen. Dass Tubenpaste und Würfelkost im Vergleich zu fester Nahrung kein überragendes Geschmackserlebnis darstellen, ist da letzten Endes Nebensache.

Weltraumstart

24. Dezember 2008

Unter dem Oberbegriff „private Raumfahrt“ fasst man nichtstaatliche Projekte wie den Weltraumtourismus, Bestattungen im All oder den Start von Kommunikationssatelliten zusammen. Diese Flüge gehen höher als 100 km hinaus und wurden lange Zeit von russischen und amerikanischen Organisationen durchgeführt. Die Ariane-Raketen unterstehen der Arianespace Company, die zur ESA(Europäischen Agentur für Raumfahrt) gehört und die Raketen vermarktet. Seit den 1990er Jahren ist es kommerziellen Unternehmen auch in den USA möglich, Raketenstarts für sich in Anspruch zu nehmen. Satelliten werden überwiegend für militärische oder wissenschaftliche Zwecke eingesetzt, suborbitale Weltraumfahrzeuge sollen in ca. 20 Jahren den Weltraumtourismus wahr werden lassen. Der erste Weltraumstart dieser Art dürfte in die Geschichte eingehen!

Weltraumtemperatur

23. Dezember 2008

Der Teilchenbeschleuniger LHC in Genf wurde unlängst als „Urknallmaschine“ und „größtes Experiment der Menschheit“ gefeiert. Jetzt erschüttert allerdings eine Pannenserie die Forschungsmaschine. Durch ein defektes Starkstromkabel entwich erst kürzlich Helium, das im Kühlsystem gebraucht wird. Nun muss LHC von seiner Betriebstemperatur -271,3 Grad auf Plusgrade erwärmt werden um reparabel zu sein. Anschließend muss die Betriebstemperatur wieder auf die die (fast) Weltraumtemperatur sinken, damit der Beschleuniger seine Arbeit aufnehmen kann. Er soll simulieren und herausfinden, was nach dem Urknall geschah und woraus die rätselhafte dunkle Materie besteht. Besonders sicher ist LHC allerdings nicht, die ersten Computerhacker haben sein Rechnersystem schon geknackt. Angeblich sind dabei keine Schäden entstanden, die Zeit wird zeigen ob das stimmt.

Weltraum Geschichte

22. Dezember 2008

Der unbemannte Raumtransporter ATV( Automated Transfer Vehicle), der nach dem französischen Visionär und Science Fiction Autor Jules Verne benannt ist, hat Weltraum Geschichte geschrieben. Er dient zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS und ist das größte, technologisch anspruchsvollste Raumfahrzeug, das je gebaut wurde. Seine Arbeit wird vom Kontrollzentrum in Toulouse überwacht, Kopf des Projektes ATV ist die Europäische Weltraumorganisation ESA.

Der Transporter wiegt 21 Tonnen und bleibt zunächst für 6 Monate am russischen Modul Swesda der ISS angedockt. Dann kehrt der Raumtransporter mit Abfällen in die Erdatmosphäre zurück, wo er verglüht. An der Entwicklung und Produktion von Jules Verne sind auch deutsche Außenstellen der EADS Space Transportation Company in Bremen beteiligt gewesen. Das Fahrzeug ist mit einem besonderen Weltraum-GPS-System ausgestattet und verfügt über einen Bordcomputer, der im Notfall die Flugsteuerung übernimmt. Der Transporter bringt u.a. Wasser, Sauerstoff, Treibstoff und Lebensmittel zur Besatzung der ISS, die ohne einen solchen intergalaktischen Versandservice verloren wäre.

Weltraum online

21. Dezember 2008

Unter Weltraum online kann man alle Themen rund um das Weltall zusammenfassen, die im Internet zu finden sind. Hier kann sich der Nutzer täglich über Neuigkeiten aus der Raumfahrt und Forschung informieren, Bilder aller Art herunterladen und in Space-Games gegen andere User antreten. Ohne die Plattform des world wide web würden sich viele Menschen vermutlich kaum mit den wissenschaftlichen Fragen befassen, die hier allgemeinverständlich aufbereitet sind. Auf der Website des monatlich erscheinenden Heftes „Sterne und Weltraum“(SUW) finden Astronomen und solche, die es werden wollen, beispielsweise Tipps für die Himmelsbeobachtung sowie Basiswissen für Einsteiger und einen Weltraumblog, in dem Fragen und Fakten diskutiert werden können.

Die fast völlige Offenheit des Internet ist aber auch gefährlich, weil zahlreiche Theorien ungefiltert ins Netz gelangen und jeder User Behauptungen online stellen kann, die einer seriösen Beweislage entbehren. So wird bis heute über die erste Mondlandung der Amerikaner spekuliert, die einigen Forschern zufolge nie stattgefunden hat. Verworrene Thesen über Außerirdische, die bereits auf der Erde gelandet sind und den baldigen Weltuntergang tun ihr Übriges. Das Internet bietet unzählige Informationen, die man stets kritisch hinterfragen sollte, damit man sich weder blenden lässt noch in Panik verfällt!

Weltraum Screensaver

20. Dezember 2008

Screensaver ( auf gut deutsch:Bildschirmschoner) dienen dem Schutz und der Verschönerung des Desktops. Welches Motiv der User auswählt ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, für „Hobbyastronauten“ sind Weltraum Screensaver genau das Richtige. Wenn man sich Planeten, Galaxien und andere ferne Orte schon nicht selbst anschauen kann, bieten zahlreiche Internetseiten zumindest die Möglichkeit sich entsprechende Bilder als Hintergrund für den PC herunterzuladen.

Eine interessante Frage wäre in diesem Zusammenhang, ob sich hochentwickelte, bis jetzt unbekannte Zivilisationen anderer Sonnensysteme Wallpaper von der Erde für ihre Unterhaltungselektronik downloaden. Die Theorien über die Existenz vergleichbarer oder anderer Lebensformen gehen inhaltlich weit auseinander, aber es wäre gut zu wissen, wie außerirdische Lebewesen uns und unseren Planeten sehen. Das Klischee amerikanischer Actionreißer vom bösen Alien, der die Erde bis zum letzten Mann vernichten will, werden sie wahrscheinlich nicht erfüllen!

Weltraumbahnhof Baikonur

19. Dezember 2008

Mitten in der Steppe von Kasachstan liegt der Weltraumbahnhof Baikonur. Er war 50 Jahre im Einsatz und hat die Anfänge der russischen und internationalen Raumfahrt miterlebt. Von dort starteten die erste Interkontinental-Rakete, der erste Satellit und der erste Mensch ins All. Als Geburtstag gilt der 2. Juni 1955, als Baikonur zum Standpunkt für den Bahnhof bestimmt worden war. 1961 flog Juri Gagarin als erster Astronaut von diesem Kosmodrom aus ins All. Der 24. Oktober 1960 ist der schwarze Tag der Raumfahrt. An diesem Tag kamen bei einer Raketenexplosion in Baikonur über 100 Menschen ums Leben, die genauen Umstände wurden nie geklärt.

Am 24. Oktober 1963 starben dort weitere acht Menschen bei einer ähnlichen Katastrophe. Heute ist der Bahnhof nicht mehr im Einsatz, und die Startrampen rosten vor sich hin. Dennoch gilt er in Russland bis heute als wichtiges Symbol der Raumfahrt und wird bis heute gefeiert.

Weltraumcam

18. Dezember 2008

Der Name impliziert zwar etwas Anderes, aber man kann die Weltraumcam auch für irdische Projekte einsetzen. Die Filialen der INO vision GmbH in Possendorf und Dresden haben gemeinsam mit dem DLR-Institut ein Frühwarnsystem zur Waldbrandüberwachung entwickelt. Drei Prototypen der ROLIS-Kameras, die ursprünglich für die Raumsonde Rosetta gebaut worden waren, sind testweise in Cottbus und Umgebung im Einsatz gewesen. Das neue System soll die bei Bränden entstehenden Rauchwolken selbständig erkennen und weitermelden.

Es sind Kameras auf Türmen installiert, die Aufnahmen erstellen und diese an einen Computer zur Auswertung abgeben. Wird ein Feuer registriert und der nächsten Leitzentrale gemeldet, wird der Brandherd sofort auf einer Landkarte angezeigt. Überall in Deutschland und in einigen Forstgebieten Polens besteht nach dem erfolgreichen Test des Kamerasystems inzwischen reges Interesse an dieser neuen Technik. Jedes Jahr werden europaweit etwa 10 000 km² Wald durch Brände zerstört, das Frühwarnsystem könnte diese Verluste deutlich reduzieren.

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