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Archiv der Kategorie ‘Forschung‘

Weltraum Forschung

Montag, den 5. Januar 2009

Die Europäische Weltraumagentur ESA und die spanische Organisation der Weltraumindustrie INTA wollen künftig mit polnischen Nanodetektoren arbeiten, die lebendige Mikroorganismen in getesteten Proben nachweisen. Wissenschaftler der Universitäten Adam Mickiewicz und K.Marcinkowski in Posen werden diese Geräte nach erfolgreicher Nutzung des Prototypen weiterentwickeln. Das polnische System zur Weltraum Forschung auf Basis eines Nanobiodetektors ist einfacher im Gebrauch, billiger in der Produktion und platzsparender als bisherige Einrichtungen zur Sterilisierung von Anlagen und deren Elementen. Diese alten Vorrichtungen wurden noch auf der Grundlage mikrobiologischer bzw. molekularbiologischer Techniken gefertigt und waren sehr komplex. Künftig soll daher verstärkt die polnische Technologie zum Einsatz kommen.

Weltraumbeobachtung

Freitag, den 2. Januar 2009

Das Risikomanagement in den Alpen für Erdrutsche, Lawinen oder Überschwemmungen ist mithilfe von Satelliten verbessert worden. Zu diesem Zweck wurde das Forschungsprojekt ASSIST(Alpine Safety, Security and Informational Services and Technologies)eingeleitet, das Bestandteil der europäischen Initiative GMES zur globalen Sicherheits-und Umweltüberwachung ist. Zu den Projektpartnern gehörten u.a. Österreich und Deutschland. Bei ASSIST geht es vorrangig darum, Satellitendaten besser miteinander zu verknüpfen und bestehende Risiken besser abschätzen zu können.

Das Programm war zunächst auf die Alpen fokussiert, lässt sich aber auch anderen Gebirgsregionen anpassen. Dank der Weltraumbeobachtung werden Aufnahmen der Erde mit meteorologischen Daten kombiniert und Sicherheits-und Informationssysteme entworfen bzw. weiterentwickelt. Auch einige Krankenhäuser und Polizeistationen der Alpenregion sind mittlerweile in der Lage Rohdaten aus der Satellitenbeobachtung abzurufen und sich auf Risiken oder eventuelle Krisen einzustellen, damit sie mit anderen Zentren zusammenarbeiten können.

Weltraummissionen

Samstag, den 27. Dezember 2008

China holt im Bereich der Raumfahrt immer weiter auf. Der Magdeburger Mediziner Oliver Ullrich will sich daher an einer der nächsten Weltraummissionen beteiligen. Die Astronauten sollen in seinem Auftrag ein Experiment zum menschlichen Immunsystem durchführen. Dieses verändert sich in der Schwerelosigkeit und Ullrich, der eine Professur an der Otto-von Guericke-Universität innehat, möchte nun mithilfe verschiedener Untersuchungen den Ursachen auf den Grund gehen. Das Raumschiff „Shenzou 7“ ist bereits im All.
Die drei Astronauten der Mission werden nun die Entwicklung ihres Immunsystems beobachten. Eine weitere Mission „Shenzou 8“ ist für 2010 oder 2011 geplant. Der Mensch kann nur eine begrenzte Zeit und unter bestimmten Bedingungen im All überleben. Ullrichs Ergebnisse könnten eine Grundlage für menschliches Leben auf anderen Planeten bilden. Wenn man weiß, wie wir langfristig außerhalb der Erde leben können, ist die Besiedelung anderer Planeten vielleicht irgendwann tatsächlich möglich.

Weltraummuseum

Freitag, den 26. Dezember 2008

Jedes Museum ist einem oder mehreren Themen gewidmet, die dem Besucher anhand verschiedenster Ausstellungsstücke nähergebracht werden sollen. Weltraummuseen nehmen ihre Gäste mit auf eine intergalaktische Reise zu den Sternen. In Deutschland, Russland und Frankreich warten zahlreiche Kunstsammlungen dieser Art darauf entdeckt zu werden. Wer je nach Toulouse kommt, sollte das Weltraummuseum Cité de l’Espace besuchen. Dort kann der Hobbyraumforscher eine lebensgroße Nachbildung der Ariane-Rakete bestaunen, sich die Mir-Station von innen ansehen und sich mit den Planeten unseres Sonnensystems auseinandersetzen.

Der interaktive Park „Astralia“ versetzt den Besucher komplett in andere Welten und lässt ihn (beinahe)vergessen, dass er sich auf der Erde befindet. Weitere Ausstellungsräume laden zum Experimentieren ein, da kann man beim Start einer Rakete zusehen, sich in der Fernkommunikation versuchen und sogar das Wetter vorhersagen. Dank seiner Vielseitigkeit ist das Museum ein riesiger „Abenteuerspielplatz“ für Groß und Klein!

Weltraumnahrung

Donnerstag, den 25. Dezember 2008

Der Aufenthalt im All stellt eine enorme Belastung für den Körper dar, und eine normale Ernährung gestaltet sich in der Schwerelosigkeit als schwierig. Die Weltraumnahrung der Astronauten ist deshalb in Plastetüten verpackt oder wird in Form von Tuben oder Würfeln verabreicht, die sich problemlos transportieren lassen. Deren Inhalt ist sehr nährstoffreich und versorgt die Astronauten vor allem mit stärkendem Calcium, weil die Schwerelosigkeit den Knochenabbau beschleunigt. Hinzu kommt, dass die Weltraumflieger im All kaum Hunger und Durst verspüren, feste Termine für die Mahlzeiten sind also Pflicht, damit das Essen nicht vergessen wird!

Juri Gagarin aß während seines berühmten ersten Raumfluges übrigens Pastete und Kaviar, heute lassen sich die Gerichte teilweise sogar mit Besteck verzehren und bringen den Astronauten damit ein Stück Normalität ins All. Frische Lebensmittel sind selten, da z.B. auch Obst nur zwei Tage außerhalb der Erde frisch bleibt. Die Astronautennahrung ist allerdings in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich, damit die Passagiere der Missionen zumindest etwas Abwechslung haben.

Sie wird auch in Krankenhäusern verabreicht und soll angeblich sogar den Alterungsprozess des Körpers verzögern. Soldaten, Extremsportler und Abenteurer profitieren ebenfalls von dieser gehaltvollen Nahrung und führen dem Körper alle Nährstoffe zu, die er braucht um enorme Belastungen auszugleichen. Dass Tubenpaste und Würfelkost im Vergleich zu fester Nahrung kein überragendes Geschmackserlebnis darstellen, ist da letzten Endes Nebensache.

Weltraumbahnhof Baikonur

Freitag, den 19. Dezember 2008

Mitten in der Steppe von Kasachstan liegt der Weltraumbahnhof Baikonur. Er war 50 Jahre im Einsatz und hat die Anfänge der russischen und internationalen Raumfahrt miterlebt. Von dort starteten die erste Interkontinental-Rakete, der erste Satellit und der erste Mensch ins All. Als Geburtstag gilt der 2. Juni 1955, als Baikonur zum Standpunkt für den Bahnhof bestimmt worden war. 1961 flog Juri Gagarin als erster Astronaut von diesem Kosmodrom aus ins All. Der 24. Oktober 1960 ist der schwarze Tag der Raumfahrt. An diesem Tag kamen bei einer Raketenexplosion in Baikonur über 100 Menschen ums Leben, die genauen Umstände wurden nie geklärt.

Am 24. Oktober 1963 starben dort weitere acht Menschen bei einer ähnlichen Katastrophe. Heute ist der Bahnhof nicht mehr im Einsatz, und die Startrampen rosten vor sich hin. Dennoch gilt er in Russland bis heute als wichtiges Symbol der Raumfahrt und wird bis heute gefeiert.

Weltraumerforschung

Mittwoch, den 17. Dezember 2008

Die ganze Welt klinkt sich inzwischen, so gut es die finanziellen und technischen Mittel des jeweiligen Landes zulassen, in die Raumfahrt mit ein. Auch Malaysia hatte Anfang des Jahres als ersten Astronauten Sheik Muszaphar Shukor zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Dieser Flug war für den gläubigen Moslem nicht ganz einfach zu bewältigen, weil er während des Fastenmonats Ramadan stattfand. Er hatte daher durch den Religionsrat besondere Instruktionen zur Einhaltung der Vorschriften erhalten. Weiter Projekte zur Weltraumerforschung mussten allerdings gestoppt werden. Wissenschaftsminister Maximus Ongkili äußerte gegenüber der „New Straits Times“, dass es überall an Geld fehle und ein zweiter malaysischer Astronautenflug daher erst einmal auf Eis gelegt wird. Wann dieser in die Tat umgesetzt werden kann, steht bislang noch nicht fest.

Weltraum Cam

Mittwoch, den 10. Dezember 2008

Die europäische Weltraumsonde Venus Express hat unbekannte Wolkenformationen in der Atmosphäre des Planeten entdeckt. Es handelt sich dabei um löchrige Wolkenstrukturen aus Schwefelsäure über dem Venusäquator, die durch heftige Gasbewegungen ausgelöst werden können, und dichte Wolken über dem Südpol. Aufgenommen wurden die Bilder wahrscheinlich von einer Weltraum Cam des Max-Planck-Instituts für Sonnenforschung in Katlenburg-Lindau. Venus und Erde sind etwa gleich groß, besitzen allerdings unterschiedliche Atmosphären. Die giftigen Gase über der Venus verhindern, dass sich dort Leben entwickelt.

Die Kamera beobachtet ununterbrochen die oberste Wolkenschicht des Planeten und macht Aufnahmen mit sichtbarem und ultraviolettem Licht um die verschiedenen Strukturen der Atmosphäre sichtbar zu machen. Die Venussonde kreist in einer elliptischen Bahn um den Himmelskörper wobei sich der Abstand der Kamera zur Venus ständig ändert und Bilder des ganzen Planeten, aber auch Nahaufnahmen entstehen. Sie zeigen auch, dass die Wetterlage in 40 bis 50 Grad südlicher Breite sehr gemäßigt ist und durch lange Wolkenbänder gleichmäßige Luftströme entstehen. Die Bildung der unterschiedlichen Wetterregionen auf der Venus dürfte die Wissenschaftler noch eine Weile beschäftigen.

Weltraumteleskop

Dienstag, den 9. Dezember 2008

Das Weltraumteleskop Hubble hat Aufnahmen eines mysteriösen Himmelsobjektes zur Erde geschickt, das sich jeglicher Deutung entzieht. Bereits 2006 entdeckte Hubble den rätselhaften Lichtfleck im Sternbild Boötes( Bärenhüter), der anschließend auf den nüchternen Namen SCP 06 F6 getauft wurde. Er war etwa sieben Monate zu beobachten, erreichte nach 100 Tagen seine maximale Helligkeit und verglomm dann langsam wieder. Der Fleck weist stark asymmetrische Helligkeitskurven auf und kann demzufolge keine Supernova sein. Auch seine Strahlen-und Elementspektren weichen von allen bekannten Mustern ab, Wissenschaftler können nicht einmal die genaue Lage von SCP 06 F6 bestimmen.

Astronomen wollen in dem unbekannten Spektrum allerdings Hinweise auf eine kühle, kohlenstoffreiche Sternatmosphäre gefunden haben; das geheimnisvolle Himmelsobjekt könnte demnach ein neuer Typ Supernova oder ein kohlenstoffreicher Stern sein, der durch die Gravitation eines nahen Partnersterns auseinandergerissen worden ist. Himmelsforscher wollen den Lichtfleck weiter beobachten um herauszufinden, ob er eventuell in regelmäßigen Abständen aufflackert. Dann dürfte sich Herkunft und Natur dieses Phänomens wohl bald entschlüsseln lassen.

Weltraumarchäologie

Montag, den 8. Dezember 2008

Astronomen beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit den Geröllhaufen zwischen der Mars- und der Jupiterbahn. Alten Sternenkarten zufolge soll unser Sonnensystem früher 10 Planeten besessen haben. Die Gesteinsbrocken könnten also Überreste dieses Planeten sein, der Phaeton genannt wird. Die Marsoberfläche sieht für viele Wissenschaftler so aus, als wäre sie schon einmal bebaut worden. Außerdem hat es einst Wasser auf dem Roten Planeten gegeben. Die Vermutung liegt nahe, dass dort bereits zivilisiertes Leben existiert hat, Beweise für diese Theorie stehen aber noch aus.
Die Archäologin Beth O‘ Leary hat zudem an der New Mexico State University das Projekt „Space Heritage Task Force“ ins Leben gerufen um die Spuren, die Menschen im All hinterlassen als Kulturerbe unter Schutz stellen zu lassen. So könnte man beispielsweise die historischen Fußabdrücke von Neil Armstrong isolieren, bevor der Weltraumtourismus den Mond in Beschlag nimmt und die ersten Reisenden den Erdtrabanten erobern.

Die Nasa steht der Weltraumarchäologie allerdings skeptische gegenüber. Fremde Planeten dürfen nicht von einer Nation in Anspruch genommen werden. Ehe also auf dem Mond ein „Naturschutzreservat“ entstehen kann, müssen durch die verschiedenen Staaten Schutzgesetze unterzeichnet werden. Wenn dies bald geschieht wäre Beth O‘ Leary vermutlich die erste Archäologin im All und würde ein Stück Weltraumgeschichte schreiben.

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