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Monatsarchiv für Dezember 2008

Weltraum Cam

Mittwoch, den 10. Dezember 2008

Die europäische Weltraumsonde Venus Express hat unbekannte Wolkenformationen in der Atmosphäre des Planeten entdeckt. Es handelt sich dabei um löchrige Wolkenstrukturen aus Schwefelsäure über dem Venusäquator, die durch heftige Gasbewegungen ausgelöst werden können, und dichte Wolken über dem Südpol. Aufgenommen wurden die Bilder wahrscheinlich von einer Weltraum Cam des Max-Planck-Instituts für Sonnenforschung in Katlenburg-Lindau. Venus und Erde sind etwa gleich groß, besitzen allerdings unterschiedliche Atmosphären. Die giftigen Gase über der Venus verhindern, dass sich dort Leben entwickelt.

Die Kamera beobachtet ununterbrochen die oberste Wolkenschicht des Planeten und macht Aufnahmen mit sichtbarem und ultraviolettem Licht um die verschiedenen Strukturen der Atmosphäre sichtbar zu machen. Die Venussonde kreist in einer elliptischen Bahn um den Himmelskörper wobei sich der Abstand der Kamera zur Venus ständig ändert und Bilder des ganzen Planeten, aber auch Nahaufnahmen entstehen. Sie zeigen auch, dass die Wetterlage in 40 bis 50 Grad südlicher Breite sehr gemäßigt ist und durch lange Wolkenbänder gleichmäßige Luftströme entstehen. Die Bildung der unterschiedlichen Wetterregionen auf der Venus dürfte die Wissenschaftler noch eine Weile beschäftigen.

Weltraumteleskop

Dienstag, den 9. Dezember 2008

Das Weltraumteleskop Hubble hat Aufnahmen eines mysteriösen Himmelsobjektes zur Erde geschickt, das sich jeglicher Deutung entzieht. Bereits 2006 entdeckte Hubble den rätselhaften Lichtfleck im Sternbild Boötes( Bärenhüter), der anschließend auf den nüchternen Namen SCP 06 F6 getauft wurde. Er war etwa sieben Monate zu beobachten, erreichte nach 100 Tagen seine maximale Helligkeit und verglomm dann langsam wieder. Der Fleck weist stark asymmetrische Helligkeitskurven auf und kann demzufolge keine Supernova sein. Auch seine Strahlen-und Elementspektren weichen von allen bekannten Mustern ab, Wissenschaftler können nicht einmal die genaue Lage von SCP 06 F6 bestimmen.

Astronomen wollen in dem unbekannten Spektrum allerdings Hinweise auf eine kühle, kohlenstoffreiche Sternatmosphäre gefunden haben; das geheimnisvolle Himmelsobjekt könnte demnach ein neuer Typ Supernova oder ein kohlenstoffreicher Stern sein, der durch die Gravitation eines nahen Partnersterns auseinandergerissen worden ist. Himmelsforscher wollen den Lichtfleck weiter beobachten um herauszufinden, ob er eventuell in regelmäßigen Abständen aufflackert. Dann dürfte sich Herkunft und Natur dieses Phänomens wohl bald entschlüsseln lassen.

Weltraumarchäologie

Montag, den 8. Dezember 2008

Astronomen beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit den Geröllhaufen zwischen der Mars- und der Jupiterbahn. Alten Sternenkarten zufolge soll unser Sonnensystem früher 10 Planeten besessen haben. Die Gesteinsbrocken könnten also Überreste dieses Planeten sein, der Phaeton genannt wird. Die Marsoberfläche sieht für viele Wissenschaftler so aus, als wäre sie schon einmal bebaut worden. Außerdem hat es einst Wasser auf dem Roten Planeten gegeben. Die Vermutung liegt nahe, dass dort bereits zivilisiertes Leben existiert hat, Beweise für diese Theorie stehen aber noch aus.
Die Archäologin Beth O‘ Leary hat zudem an der New Mexico State University das Projekt „Space Heritage Task Force“ ins Leben gerufen um die Spuren, die Menschen im All hinterlassen als Kulturerbe unter Schutz stellen zu lassen. So könnte man beispielsweise die historischen Fußabdrücke von Neil Armstrong isolieren, bevor der Weltraumtourismus den Mond in Beschlag nimmt und die ersten Reisenden den Erdtrabanten erobern.

Die Nasa steht der Weltraumarchäologie allerdings skeptische gegenüber. Fremde Planeten dürfen nicht von einer Nation in Anspruch genommen werden. Ehe also auf dem Mond ein „Naturschutzreservat“ entstehen kann, müssen durch die verschiedenen Staaten Schutzgesetze unterzeichnet werden. Wenn dies bald geschieht wäre Beth O‘ Leary vermutlich die erste Archäologin im All und würde ein Stück Weltraumgeschichte schreiben.

Weltraumbestattungen

Sonntag, den 7. Dezember 2008

Nicht jeder Mensch möchte nach seinem Tod in einem Sarg beerdigt oder als Asche in einer Urne zu Grabe getragen werden. Man kann daher seine Asche ins Meer streuen lassen um wieder eins mit der Quelle allen Lebens zu sein; wer genügend Kleingeld mitbringt, darf aber auch eine Reise ins Universum antreten. Zu diesem Zweck wird die tote Person zunächst verbrannt. Anschließend werden Teile der Asche in eine speziell angefertigte Urne gefüllt, diese bekommt einige Grundlebensdaten des Toten aufgeprägt und startet dann per Rakete ins All.
Die Wartezeiten sind lang, man sollte sich also beizeiten für eine solche Bestattung anmelden. Der Grundpreis liegt bei 25 000 Euro. Die Urne kreist für einige Zeit durch die Erdumlaufbahn und verglüht dann wie eine Sternschnuppe. Wer sich oder einen Angehörigen komplett ins Weltall bringen möchte, bezahlt bis zu 500 000 Euro! Einige deutsche Bestattungsunternehmen bieten die Organisation einer solchen Zeremonie an, durchgeführt werden Weltraumbestattungen allerdings nur in den USA.

Ob sich diese extravagante Form der Abschiednahme auch bei uns durchsetzt ist zweifelhaft, weil die ganze Prozedur sehr aufwändig ist. Bürokratie, Vorbereitung und Transport des Toten sowie der Flug selbst beanspruchen viel Zeit. Die meisten Menschen wollen wahrscheinlich unauffälliger bestattet werden und ihren Angehörigen die Möglichkeit geben, sie weiterhin zu „besuchen“.

Weltraumgeschichte

Samstag, den 6. Dezember 2008

Wann das Universum entstanden ist, kann niemand ganz genau sagen. Fakt ist aber, dass die Weltraumgeschichte mit dem Urknall begann. Seitdem dehnt sich das All mit hoher Geschwindigkeit aus. Das sogenannte Urschwungmodell vertritt Theorien, wonach Raum und Zeit bereits vorher existiert hätten und nur die Materie neu hinzugekommen ist. Der amerikanische Astronom Edwin Hubble, nach dem auch das gleichnamige Teleskop benannt ist, entdeckte in den 1920er Jahren, dass sich die Galaxien immer mehr voneinander entfernen und sich das Universum ausdehnt. Demzufolge muss es früher dichter, kleiner und heißer gewesen sein.

Vor dem Urknall sollen große Mengen chemischer Elemente wie Wasserstoff, Helium und Lithium existiert haben, die sich noch heute in nachleuchtenden „Urknall-Lichtblitzen“ befinden. Diese kosmische Hintergrundstrahlung kommt von unvorstellbar weit her und aus allen Richtungen. Da sie sich in ihrer Zusammensetzung seit Milliarden Jahren nicht verändert hat, bietet sie Forschern einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Weltraums. Das Licht gibt darüber hinaus die Sicht auf Objekte aus dieser Zeit frei und zeigt, dass sich Galaxien aus unregelmäßigen Wolken gebildet haben. Das Universum ist also in Bewegung und wird sich auch künftig weiterentwickeln.

Weltraumgeschichten

Freitag, den 5. Dezember 2008

Das Universum übt seit Anbeginn der Menschheit einen besonderen Reiz auf uns aus und ist Schauplatz zahlreicher Mythen und Geschichten. Große und kleine Weltraumforscher begeistern sich seit Jahrzehnten für die Abenteuer von Perry Rhodan oder Captain Picard und seiner Crew vom Raumschiff Enterprise. Jeder entwirft sein eigenes Bild von der Welt da draußen, obwohl die wenigsten Menschen die Erde je verlassen. Viele sind der Meinung, dass es außer uns noch andere Zivilisationen geben muss und das All irgendwann sein Ende erreicht. Noch dehnt es sich aus, aber auch im Nichts ist nicht endlos Platz!

Viele Buchautoren haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, Kinder mit bunten und lustigen Geschichten an das komplexe Thema Weltraum heranzuführen. Innerhalb der Buchreihe „Leselöwen“ des Loewe Verlags ist beispielsweise unter dem Titel Weltraumgeschichten ein Kinderbuch erschienen, das kleine Leseanfänger ab 7 Jahren in den Kosmos entführt. Die kurzen Erzählungen von Klaus-Peter Wolf sind in Großdruckschrift verfasst und mit vielen farbigen Bildern gestaltet. Da treffen Prinzen, Astronauten und Außerirdische aufeinander, fremde Planeten müssen erobert und gefährliche Missionen bestanden werden. Es darf ordentlich mitgefiebert werden, aber ein Happy End ist (fast) sicher!

Weltraumkrieg

Donnerstag, den 4. Dezember 2008

Die Chinesen haben in der Raumfahrt gehörig aufgeholt und arbeiten nun an der Entwicklung technologisch ausgefeilter Weltraumwaffen. Zur Zeit wird an Laserkanonen geforscht, die Satelliten bereits im All unschädlich machen können. Experten betonen, dass diese Geräte nur der Abschreckung dienen und man keinen Weltraumkrieg provozieren wolle. Westlichen Forschern zufolge haben die Chinesen bei ihren Raumfahrtprojekten aber sehr wohl militärische Ziele im Hinterkopf; der aus der Dongfeng-31-Rakete entwickelte Satellitenträger wäre in der Lage, feindliche Raketen nicht nur abzuwehren sondern auch zu zerstören.

Es ist daher zu befürchten, dass ein dritter Weltkrieg nicht nur zu Land, Wasser und Luft, sondern zusätzlich über dass All ausgetragen werden könnte. Die Raumforschung hat viele wichtige Dinge, wie z.B. den EAN-Code oder den Herzschrittmacher hervorgebracht. Die Entwicklung von Space-Waffen könnte jedoch die gesamte Welt zerstören und überschreitet die Grenzen zwischen Sicherheitsmaßnahme und Machtspielerei bei Weitem! Es bleibt abzuwarten, ob solche Waffen je zum Einsatz kommen( müssen)!

Weltraummüll

Mittwoch, den 3. Dezember 2008

Die Raumfahrt wird zunehmend durch Weltraummüll und Mikrometeoriten bedroht. Im Oktober soll die US- Raumfähre Atlantis zum Hubble-Teleskop fliegen um dort einige Reparaturen vorzunehmen und könnte mit einem der über 600 000 Objekte von 1cm Durchmesser und mehr zusammenstoßen, die um die Erde kreisen. Nur etwa 13 000 dieser Teile können auf ihrer Flugroute verfolgt werden. Ausgediente Satelliten und Raketenbestandteile sind die Hauptverursacher des Schrotts. Sie zerbrechen irgendwann einfach oder gehen bei Kollisionen bzw. Unfällen kaputt.

Die meisten Teile sind klein, aber dennoch gefährlich, weil sie mit bis zu 36 000 km/h durchs All rasen! Diese Schnelligkeit kommt durch die Differenzgeschwindigkeit zwischen dem Schrott und einem arbeitenden Satelliten zustande, sie liegt bei ca. zehn Kilometern pro Sekunde. Deshalb kann selbst ein mikroskopisch kleines Teilchen die kinetische Energie einer Handgranate haben.

Hinzu kommt, dass sich der Müll in seiner Umlaufbahn immer mehr der Erde nähert. Einige Teile verglühen in der Atmosphäre, andere stürzen ins Meer oder auf festen Grund, was verheerende Auswirkungen haben kann. Die Entwicklung wiederverwendbarer Raumfahrzeuge steckt noch in den Kinderschuhen, wird aber eines Tages helfen können, die Entstehung von neuem Weltraummüll zu vermeiden.

Weltraumposter

Dienstag, den 2. Dezember 2008

Es gibt viele Möglichkeiten, kahle Wände zu verschönern und der Wohnung oder dem Büro einen persönlichen Anstrich zu verleihen. Poster sind eine preiswerte Alternative zu eingerahmten Bildern und lassen sich nach Belieben austauschen. Auf bemannten Weltraummissionen und Shuttleflügen sind zahlreiche Aufnahmen von Sternen, Galaxien und Planeten, aber auch Wetterphänomenen und den Raumfahrzeugen selbst entstanden, die später zur Grundlage für Postermotive werden.
Interessierte können die „übergroßen Fotos“ in Schreibwarenläden, Musikshops oder über das Internet erwerben. Zudem bieten zahlreiche Webseiten Bilder zum kostenlosen Herunterladen, die sich der Nutzer anschließend als Weltraumposter ausdrucken und vergrößern lassen kann. Unter dem Link planetenkrieger.de/allbilder/bilder6/bilder6.html finden sich viele schöne Bilder für den Desktop. Wer direkt Poster aus der Raumfahrt und Raumforschung bestellen möchte, kann dies unter dem Link

europäische Weltraumbehörde

Montag, den 1. Dezember 2008

Zwar gab es bereits einige Missionen in den Weltraum, allerdings sind nach wie vor viele Geheimnisse unergründet. Eines der größten Geheimnisse ist die Antwort auf die Frage, wie denn die Planeten, insbesondere die Erde und das gesamte Sonnensystem entstanden seien. Antworten auf diese und ähnliche Fragen erhoffen sich die Wissenschaftler durch die Erkundung des Weltraumes. Zu den Missionen, welche in den nächsten Jahren geplant sind, gehören an erster Stelle die Flüge zum Mond.
Allerdings haben sich bisher nur die USA und Russland konkret dazu geäußert. Dort sind die bemannten Flüge bis 2020 geplant. Auch China, Indien und Japan planen die Erkundung des Erdtrabanten. Doch von europäischer Seite wurden bisher keine Pläne in dieser Richtung laut. Aus diesem Grund kritisierte der ehemalige ESA-Astronaut die Vorgehensweise der Europäischen Weltraumorganisation. Diese dürfe sich nicht vor den neuen Wegen verschließen und müsse sich ebenfalls an den Missionen zum Mond beteiligen. Nötig dafür sei eine Zusammenarbeit auf der gesamteuropäischen Ebene. Er äußerte sich zum Ende der Raumfahrtkonferenz ‚To Moon and beyond‘ kritisch über die Verschenkung der vorhandenen Ressourcen in Europa. Allerdings könne die ESA-Ministerkonferenz, die ihren Sitz in den Haag und ab November die Entscheidungshoheit auf diesem Gebiet hat, eine Entscheidung in die richtige Richtung treffen.

Die europäische Weltraumbehörde dürfe sich nicht länger hinter den großen Konkurrenten verstecken. Man dürfe sich nicht mehr nur auf die Kosten-Nutzen-Frage stützen, dadurch könnten keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden.

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