Weltraumarchäologie
Astronomen beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit den Geröllhaufen zwischen der Mars- und der Jupiterbahn. Alten Sternenkarten zufolge soll unser Sonnensystem früher 10 Planeten besessen haben. Die Gesteinsbrocken könnten also Überreste dieses Planeten sein, der Phaeton genannt wird. Die Marsoberfläche sieht für viele Wissenschaftler so aus, als wäre sie schon einmal bebaut worden. Außerdem hat es einst Wasser auf dem Roten Planeten gegeben. Die Vermutung liegt nahe, dass dort bereits zivilisiertes Leben existiert hat, Beweise für diese Theorie stehen aber noch aus.
Die Archäologin Beth O‘ Leary hat zudem an der New Mexico State University das Projekt „Space Heritage Task Force“ ins Leben gerufen um die Spuren, die Menschen im All hinterlassen als Kulturerbe unter Schutz stellen zu lassen. So könnte man beispielsweise die historischen Fußabdrücke von Neil Armstrong isolieren, bevor der Weltraumtourismus den Mond in Beschlag nimmt und die ersten Reisenden den Erdtrabanten erobern.
Die Nasa steht der Weltraumarchäologie allerdings skeptische gegenüber. Fremde Planeten dürfen nicht von einer Nation in Anspruch genommen werden. Ehe also auf dem Mond ein „Naturschutzreservat“ entstehen kann, müssen durch die verschiedenen Staaten Schutzgesetze unterzeichnet werden. Wenn dies bald geschieht wäre Beth O‘ Leary vermutlich die erste Archäologin im All und würde ein Stück Weltraumgeschichte schreiben.

