Weltraummüll
Die Raumfahrt wird zunehmend durch Weltraummüll und Mikrometeoriten bedroht. Im Oktober soll die US- Raumfähre Atlantis zum Hubble-Teleskop fliegen um dort einige Reparaturen vorzunehmen und könnte mit einem der über 600 000 Objekte von 1cm Durchmesser und mehr zusammenstoßen, die um die Erde kreisen. Nur etwa 13 000 dieser Teile können auf ihrer Flugroute verfolgt werden. Ausgediente Satelliten und Raketenbestandteile sind die Hauptverursacher des Schrotts. Sie zerbrechen irgendwann einfach oder gehen bei Kollisionen bzw. Unfällen kaputt.
Die meisten Teile sind klein, aber dennoch gefährlich, weil sie mit bis zu 36 000 km/h durchs All rasen! Diese Schnelligkeit kommt durch die Differenzgeschwindigkeit zwischen dem Schrott und einem arbeitenden Satelliten zustande, sie liegt bei ca. zehn Kilometern pro Sekunde. Deshalb kann selbst ein mikroskopisch kleines Teilchen die kinetische Energie einer Handgranate haben.
Hinzu kommt, dass sich der Müll in seiner Umlaufbahn immer mehr der Erde nähert. Einige Teile verglühen in der Atmosphäre, andere stürzen ins Meer oder auf festen Grund, was verheerende Auswirkungen haben kann. Die Entwicklung wiederverwendbarer Raumfahrzeuge steckt noch in den Kinderschuhen, wird aber eines Tages helfen können, die Entstehung von neuem Weltraummüll zu vermeiden.

