Weltraumstationen
Die nächste Weltraummission steht schon wieder auf dem Plan. Diesmal wollen die Russen mit einer bemannten Sojuskapsel in den Orbit starten. Das allein wäre nicht besonders neu, dass sich allerdings ein Tourist an Bord der Kapsel befindet, mutet schon einigermaßen sonderbar an.
Der Amerikaner Richard Garriott, seines Zeichens Sohn eines amerikanischen Astronauten, erkaufte sich seinen Platz in der Mission für 30 Millionen Dollar. Dafür darf er an der zehntägigen Expedition teilnehmen, die sich auf den Weg zur internationalen Raumstation ISS macht. Garriott erfüllt sich damit einen lebenslangen Traum. Er wollte schon immer in den Weltraum, konnte allerdings wegen seiner schlechten Augen nicht selber Astronaut werden. Der Computerspiel-Designer reiht sich nun in den neuesten Trend, das All als Ziel für Touristen zu nutzen, die sich die Reise dorthin leisten können, zu nutzen. Und der Trend boumt. Es werden sogar schon Pläne laut, in den nächsten zwanzig Jahren Flüge speziell für Weltraumtouristen anzubieten. In dieser Zeit sollen zudem auch weitere Weltraumstationen entstehen, in denen sich die Menschen aufhalten können.
Auch der Vater Garriotts nimmt indirekt an der Mission teil. Er wolle sich in der Zeit des Weltraumfluges in der russischen Kontrollstation aufhalten und dadurch seinem Sohn bei der aufregendsten Reise seines Lebens beistehen. Owen Garriott bereiste im Jahr 1973 die Weltraumstation Skylab und erfüllte sich seinen ganz persönlichen Traum.

