Weltraumkarte
Seit 2003 liefern Infrarot Doppelteleskope kontinuierlich gestochen scharfe Aufnahmen von Milchstraßen, Planeten und Sterngebilden an Forschungsstationen auf der Erde. Astronomen und Wissenschaftlern dienen diese Bilder als Grundlage neuer Erkenntnisse über die Entstehung und den Aufbau unseres Sonnensystems und ferner Galaxien. Dabei wurde mit Infrarotlicht gearbeitet, weil es langwelliger ist als das menschlich wahrnehmbare rote Licht. Es kann Gasnebel und Wolken leichter durchdringen und die verschiedenen Himmelskörper daher besser beobachten. Die Aufnahmen und Daten der Teleskope lassen sich zu einer Weltraumkarte zusammensetzen, mit deren Hilfe sich Forscher und Astronomen orientieren.
Dabei kann es aber auch zu Fehleinschätzungen kommen. Das europäische Weltraumteleskop „Hipparcos“ sandte Ende der 90er Jahre falsche Daten zur Erde, die Größe und Alter des Universums um 10% verschoben haben. Hubble lieferte andere Messergebnisse, und die Hipparcosdaten wurden geprüft und überarbeitet. 2007 ging der Hipparcos-Sternkatalog in Druck, dieses Jahr ist eine Onlineversion des Werks entwickelt worden.

