raumduft

Monatsarchiv für September 2008

Weltraumaufnahmen

Dienstag, den 30. September 2008

Einen Krater von 180 Metern Durchmesser haben amerikanische Geologen kürzlich auf der Halbinsel Yucatan entdeckt. Er wurde vermutlich vor 60 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag verursacht und könnte zum Aussterben der Dinosaurier geführt haben. Forscher gehen davon aus, dass der gigantische Felsblock aus dem All eine weltumfassende Staub-und Rauchwolke ausgelöst hat, die sich vor die Sonne geschoben und das Klima entscheidend verändert hat. Viele Tierarten waren nicht in der Lage sich anzupassen und starben.
Weltraumaufnahmen der Nasa halfen übrigens dabei, den mutmaßlich größten Einschlagkrater der Erde zu identifizieren. Der Meteorit bestand überwiegend aus Quarz und hat seine Spuren im Felsgestein der Erde hinterlassen. In der Arktis, Russland und dem amerikanischen Staat Iowa gibt es weitere Krater, die ebenfalls mit dem Sauriersterben in Verbindung gebracht werden.

Weltraumbahnhof

Sonntag, den 28. September 2008

Die Stationen, die als Startbahn für Trägerraketen zu ihren Missionen ins All dienen, werden als Weltraumbahnhof bezeichnet. Solche Zentren der Raumfahrt gibt es u.a. in Russland, China und Amerika. Ein weiterer bekannter Bahnhof dieser Art ist der Kourou im südamerikanischen Staat Französisch Guyana. Das Land liegt nahe des Äquator, was die Physik der Raumfahrt entscheidend begünstigt. Die Erdrotation verläuft dort am schnellsten, dadurch erhalten die Raketen beim Start zusätzlichen Schwung. Kourou liegt an der Atlantikküste, wo die Gefahr eventueller Erdbeben und Wirbelstürme relativ gering ist.
Seit ihrem ersten Flug 1979 ist dieser Weltraumbahnhof die Heimat der berühmten Ariane-Raketen. Er ist heute unter dem Namen CSG( Central Spatial Guyanais) bekannt. Neben den Ariane-Startanlagen, bildet das Kontrollzentrum Jupiter das eigentliche Herzstück von Kourou. Dort gibt es einen Raum für das Kontrollpersonal, das über eine riesige Kameraleinwand alle Vorgänge verfolgen kann, und einen Besuchersaal. Dort dürfen auch interessierte Gäste einen Blick hinter die Kulissen eines Raketenstarts werfen.

Weltraumfoto

Freitag, den 26. September 2008

Die wenigsten Menschen bekommen je die Möglichkeit ins All zu fliegen und sich unsere Erde von oben anzusehen. Weltraumbilder, wie sie bei Missionen im Universum entstehen oder von Satelliten auf ihren Rundflügen aufgenommen werden, sind daher etwas ganz Besonderes. Die Erde ist inzwischen millionenfach fotografiert worden und die Fans des Himalaya und seiner Umgebung kommen unter dem Link auf ihre Kosten. Dort gibt es Bilder von Nepal, Tibet und dem Himalaya-Gebirge, die auf verschiedenen Weltraumflügen der Nasa entstanden sind. Ein Weltraumfoto ist faszinierender als das andere! Per Mausklick auf das entsprechende Bild kann es der Nutzer vergrößern und sich die genaue Lage anzeigen lassen. Viel Spaß beim Entdecken

Weltraumraketen

Mittwoch, den 24. September 2008

Die Hauptaufgabe der Weltraumraketen besteht darin, Astronauten ins All zu bringen. Nach Russland und den USA drängt nun mit China das dritte Land in den Kosmos. Ende September 2008 soll das Raumschiff „Shenzhou VII“ ins Universum fliegen und dem ersten chinesischen Astronauten einen Spaziergang im All ermöglichen. Der Start der dreiköpfigen Crew ist zwischen dem 25. und 30. September geplant.
Bis 2015 will die chinesische Raumfahrtorganisation CASTC( China Aerospace and Technology Corporation) 10% der weltweit aktiven Satelliten überwachen sowie 15% aller kommerziellen Raketenstarts durchführen. Darüber hinaus hat China inzwischen eigene Satelliten zur Erd-und Monderkundung im All, absolvierte bemannte Missionen im Weltraum und plant ein eigenes globales Navigationssystem. Damit haben die Chinesen ihren Rückstand in der Raumforschung innerhalb weniger Jahre aufgehoben und könnten sogar die Führung übernehmen. Zwischen den USA und China tobt ein Konkurrenzkampf um die nächste Mondlandung. Es bleibt abzuwarten, welche Nation in den Bereichen Forschung und Raumfahrt während der nächsten Jahre die Oberhand behält.

Challenger Weltraum

Montag, den 22. September 2008

Die Challenger Weltraum Fähre der Nasa startete 1983 ins All. Ihren Namen erhielt sie von dem Forschungsschiff HMS Challenger, das für meereskundliche Fahrten eingesetzt wurde und zwischen 1872 und 1876 als erstes Dampfschiff um den Globus fuhr. Die Challenger Raumfähre war insgesamt 69 Tage in der Erdumlaufbahn unterwegs und hat während dieser Zeit neun vollständige Flüge absolviert, bei denen sie unseren Planeten 987 Mal umkreisen konnte. Am 28. Januar 1986 sollte die Raumfähre zu einer weiteren Mission aufbrechen, dabei zerbrach sie in 15 km Höhe in ihre Einzelteile, und alle sieben Astronauten starben. Dieser bis dahin schwerste Unfall in der amerikanischen Geschichte der Raumfahrt ging als Challenger-Katastrophe um die Welt und hatte zur Folge, dass die Nasa ihr Shuttle-Programm vorübergehend einstellte.

Die Kapsel der Astronauten hatte das Unglück überstanden, sie kamen erst ums Leben als sie auf dem Atlantik aufschlugen. Seitdem sind die Sicherheitsvorkehrungen bei Raumflügen, die Baupläne und Materialien der Raketen sowie ihre Testprogramme entscheidend erweitert worden, damit sich ein solches Unglück nicht wiederholt.

Mondlandung Weltraum

Samstag, den 20. September 2008

Die erste bemannte Mondlandung Weltraum am 21. Juli 1969 mit Neil Armstrong als erstem Spaziergänger war ein Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt. Drei Jahre zuvor hatte die russische Mondsonde Luna 9 als erster Flugkörper erfolgreich auf dem Erdtrabanten aufgesetzt. Der erste deutsche Astronaut, der seine Raumkapsel verließ, war übrigens Thomas Reiter. Er hat 1995 auf der Raumstation MIR gearbeitet und 179 Tage im All verbracht. 2006 war er noch einmal für 166 Tage „auf Mission“ bei der Internationalen Raumstation ISS.
Inzwischen holen aber auch die Asiaten in der Raumforschung auf. Japan plant für das Jahr 2025 den ersten bemannten Flug zum Mond. Das nächste große Projekt wird ein Flug zum Mars sein. Laut Thomas Reiter müssen aber alle Nationen zusammenarbeiten, um dieses aufwändige Projekt umzusetzen. In 25-30 Jahren soll dann die erste Marslandung möglich werden.

Weltraum Erde

Donnerstag, den 18. September 2008

Der DDR-Bürger Sigmund Jähn war der erste Deutsche im Weltall. Am 26. August 1978 startete Jähn an der Seite des Russen Waleri Bykowski in der „Sojus 31“ ins All. Nach 18 Erdumrundungen dockten sie schließlich an die Raumstation Sajut 6 an, wo man die „Heimkommenden“ mit Brot und Salz empfing. Nach 8 Tagen wissenschaftlicher Arbeit im All kehrt Jähn als Star zur Erde zurück. Der zweite Deutsche im All war Ulf Merbold, ein Vogtländer, der bei Jähn praktisch um die Ecke wohnte. Er flog 1983 ins Universum, später lernten er und Jähn sich kennen und schätzen. Beide waren mit Weltraum Erde“ mehr als vertraut.
Merbold sorgte dafür, dass Jähn nach der Wende 1989 weiter im europäischen Raumfahrtprogramm arbeiten konnte. Er war als Berater für die Raumfahrtbehörde ESA tätig und lebte in einer kleinen Stadt nahe Moskau oder in Strausberg/ Berlin. In seinem Heimatdorf Morgenröthe Rautenkranz erinnert heute ein Museum an seine Verdienste als Kosmonaut. Dort kann der Besucher u.a. alte Schautafeln, Technik und ein begehbares Modul der Raumstation MIR bewundern.

Weltraumsonde

Dienstag, den 16. September 2008

Der erdähnliche Mars gilt als der einzige Planet unseres Sonnensystems, der ebenfalls Leben hervorbringen und beherbergen könnte. Seit Jahren beschäftigen sich Forscher mit der Beschaffenheit des Roten Planeten und zeigten sich äußerst optimistisch als Wasser auf dem Mars nachgewiesen wurde- sogar der Gemüseanbau sollte dort irgendwann möglich sein! Jetzt hat die Weltraumsonde Phönix allerdings die Substanz Perchlorat im Boden nahe des Mars- Nordpols entdeckt, ein Stoff, der wahrscheinlich giftig ist. Einige Mikroben können laut Kenneth Nealson, einem Astrobiologen der University Southern California , auch mit Perchlorat existieren. Für eine genaue Prognose ist es allerdings noch zu früh.
In der Weltraumtechnik wird das schnell oxidierende Salz Perchlorat zur Herstellung von Feststoffraketen und Sprengstoff verwendet. Es besteht daher die Möglichkeit, dass Phönix das Perchlorat mit seinen Bremsraketen auf den Mars gebracht hat. Ob es wirklich auf dem Mars existiert und die Entwicklung von Leben verhindert bzw. hemmt, muss noch erforscht werden.

Raumfahrtbilder Weltraum

Sonntag, den 14. September 2008

Raumfahrtbilder Weltraum zeigen uns immer wieder, was die Astronauten in den Raumschiffen und auf der ISS leisten, und welche Entwicklung die Raumfahrt seit den 1960er Jahren erlebt hat. Das Foto von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All, ging 1961 um die Welt. Vier Jahre danach schwebte mit Alexej Leonow erstmalig ein Astronaut frei im Weltraum. Er war nur über eine 4,5 Meter lange Leine mit seinem Raumschiff verbunden. Die größte, jemals gebaute Rakete ist die „Saturn V“. Sie war 110 Meter hoch und wog fast 3000 Tonnen. Zum Einsatz kam die Saturn V zwischen 1967 und 1973. Unter dem Link findet man Bilder zu weiteren Rekorden in der Raumfahrt und interessante Zusatzinformationen.

Temperatur Weltraum

Freitag, den 12. September 2008

Nach der Temperatur Weltraum wird immer wieder gefragt. In unserem Sonnensystem herrscht, vereinfacht gesagt, ein absolutes Vakuum. Daher gibt es dort auch keine Temperatur in dem Sinne, weil diese ein umgebendes Medium braucht, das die Temperatur annehmen kann. Sonnenstrahlen enthalten zwar jede Menge Energie, aber es gibt nichts, was sie aufwärmen könnten. Würden sie allerdings auf Materie treffen, könnte sie diese sofort aufheizen und verbrennen. Die Kälte im Weltraum wird über die Strahlungstemperatur gemessen. Sie liegt bei 2, 725 Grad Kelvin, was -270,425 Grad Celsius entspricht. Sie nähert sich also dem „absoluten Nullpunkt“ an, der bei -273, 15 Grad Celsius liegt. Für erdähnliches Leben ist es im Sonnensystem daher zu kalt. Wie es in anderen Bereichen des Universums aussieht, ist noch unerforscht.

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