Endlich bekommt die Öffentlichkeit den langersehnten Einblick. Am Montag stellte der britische Milliardär Sir Richard Branson sein sagenumwobenes Projekt in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat New-Mexico vor. Das zukünftige Weltraumtaxi, die White Night Two, wurde damit erstmals einer ausgewählten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Beobachter erinnerten sich, dass das Trägerflugzeug mit dem poetisch anmutenden Namen, einem Katamaran ähnlich sehe.
Es soll in dem Projekt ‚Weltraumtourismus‘ als Trägerflugzeug für den eigentlichen Raumgleiter dienen. Branson galt schon früher als hoffnungsloser Visionär, fand allerdings in Burt Rutan einen Verbündeten. Im Jahr 2004 begann die Zusammenarbeit zwischen Virgin Galactic, dem Unternehmen Bransons, und Rutan. Er war dem Visionär aufgrund seiner Arbeit an dem Raketenflugzeug „Space Ship One“ aufgefallen. Dieses startete bereits 2004 zweimal in den Weltraum. Nun möchte Branson diesen Erfolg mit dem Nachfolger, „Space Ship Two“ ebenfalls realisieren. Ein gravierender Unterschied bleibt allerdings, dieses Mal sollen Urlauber in den Orbit geschossen werden. So die Vision.
Doch wie sieht es jetzt konkret mit der Umsetzung aus? Das Trägerflugzeug ist fertig, weitere Teile, wie die Raumkapsel, sollen folgen. “Durch die Fertigstellung des Fliegers haben wir ein neues Level bei unserer Vision der kommerziellen Raumfahrt erreicht und sind unserem Ziel ein großes Stück näher gekommen”, so Branson. Die White Night Two verfügt über eine Spannweite von 42 Metern und basiert ausschließlich auf Kohlenstoffverbindungen, auch als Kohlefasern bekannt. Damit ist den Entwicklern ein großer Clou gelungen. Denn es wäre das erste Trägerflugzeug, welches auf Kohlenstoffverbindungen basiert und den Weg in den Orbit findet. Aufgrund dieser Bauweise soll es das leichteste und energiesparendste Trägerflugzeug aller Zeiten werden. Zudem ist es, einem Katamaran ähnlich, mit zwei zueinander parallel verlaufenden Passagierkabinen ausgestattet, welche wiederum durch die Tragfläche zusammengehalten werden. Der erste Urlaubsweltraumflug ist für das Jahr 2010 angekündigt. Trotz dieses späten Zeitpunktes, oder vielleicht auch gerade deswegen, haben sich weltweit bereits 200 Menschen verbindlich für einen Flug angemeldet. Die Kosten, sie liegen bei etwa 200000 Dollar pro Person scheinen dabei nicht zu interessieren. Denn wer möchte schon seinen Lebenstraum gegen Geld aufwiegen? Auch das bei dieser Unternehmung nur ungefähr 5 Minuten in der totalen Schwerelosigkeit verbracht werden, scheint niemanden zu stören. Der Flug geht in seinem höchsten Punkt auf eine Höhe von ca. 110 Kilometern. In der Liste derer, die sich bereits angemeldet haben, finden wir aus diesem Grund auch niemanden von nebenan. Zu den illustren Passagieren gehören unter anderem Stephen Hawking, die Schauspielerin Victoria Principal und dann doch noch eine deutsche. Die Rede ist von Sonja Rohde, die sich damit ihren Lebenstraum erfüllt.
Diesen Trend verfolgt allerdings nicht nur Branson. Immer mehr Weltraumtourismus-Anbieter kommen zu Tage und wollen Bestandteil dieser neuen Ära werden. Eine Frage muss allerdings gestattet sein. Was wird dann aus allen anderen Tourismusbranchen, die schon jetzt über sinkende Besucherzahlen klagen? Wir warten auf sinkende Kosten und hoffend as die Schallmauer von 50.000 Dollar pro Flug schnell erreicht sind. Das ist für uns die Grenze wo es möglich wird eine Masse für solche Kurztripps zu begeistern. Viele träumen von Kind an, die Erde von ferne zu sehen und sei es nur für 5 Minuten. nach Umfragen sind auch “Normalbürger” bereit solche Summen für die Erfüllung eines Lebenstraumes auszugeben.