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Monatsarchiv für August 2008

Weltraumspaziergang

Sonntag, den 31. August 2008

Nur wenigen Menschen ist eine Reise ins All vergönnt. Der Flug in die Schwerelosigkeit ist immer noch riskant; Fehlstarts, Raketenabstürze und technische Probleme an Bord lassen die Missionen der Astronauten zur Glückssache werden. Sie erledigen dort oben Forschungsarbeiten aller Art und erkunden fremde Planeten. Chinesische Raumfahrer bereiten sich jetzt allerdings auf ein besonderes Projekt vor. Nachdem China 2003 mit dem Raumschiff „Shenzhou V“ erstmalig einen Astronauten ins All gebracht hatte, soll 2018 der erste Chinese auf dem Mond landen und einen Weltraumspaziergang machen.

Darüber hinaus möchte das Land die weltweite Nr. 1 in der Raumfahrt werden und Russland bzw. die USA damit ablösen. 2007 schoss China seine erste Mondsonde ins All, die bereits genügend Informationen gesammelt hat, um eine Karte der Mondoberfläche zu erstellen. Bis 2015 sollen 10% des kommerziellen Satellitenmarktes und 15% der kommerziellen Raketenstarts in chinesischer Hand sein. Des Weiteren ist ein erdnahes Forschungslabor geplant. Sie sind auf dem besten Weg, die beiden „Weltmächte der Raumfahrt“ zu überholen. Ein zweites Mal wird es Amerika voraussichtlich nicht gelingen, als erste Nation ihre Flagge auf dem Mond zu hissen.

Weltraum Museum

Samstag, den 30. August 2008

Letztes Jahr öffnete in Bad Homburg das Mondbasis Luna Weltraum Museum seine Pforten um große und kleine Hobbyastronauten zu empfangen.

Eine Sternwarte und ein Kleinplanetarium laden zu einem Streifzug durch die Welt der Planeten und Sterne ein, parallel dazu erfährt der Besucher jede Menge Wissenswertes über die Geschichte der Astronomie und Raumfahrt. In regelmäßigen Abständen gibt es Vorträge rund um das Thema Sternenkunde, und einmal monatlich findet ein Beobachtungsabend mit Planetariumsvorführung zum Sternhimmel des nächsten Monats statt. Eines dürfte jeden Weltraumforscher zusätzlich freuen: Im Gegensatz zu anderen Museen ist das Anfassen der Modelle hier nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Viel Spaß beim Experimentieren!

Weltraum Russland

Freitag, den 29. August 2008

Die Geschichte der Raumfahrt markierte mehr als alles andere den Kampf der Großmächte Russland und Amerika. Er begann 1957 als Russland mit „Sputnik 1“ den ersten, von Menschen gebauten, Satelliten ins All schoss. Noch im selben Jahr flog mit der Hündin Laika das erste Lebewesen in den Weltraum. 1961 eroberte Juri Gagarin als erster Mensch das All. Die Amerikaner bekamen jedoch 1969 ihre Chance als sie die erste erfolgreiche Mondlandung für sich verbuchen konnten. Dennoch gehört Weltraum Russland für viele Menschen noch immer zusammen, denn dort hat die Raumfahrt ihre Wurzeln.

Seitdem versuchen sich die Wissenschaftler beider Länder immer wieder in ihren Errungenschaften zu übertrumpfen. Das weltberühmte Hubble-Teleskop ist amerikanischen Ursprungs, für den Aufbau der Internationalen Raumstation ISS ist allerdings das russische Sarja-Modul entscheidend gewesen. Inzwischen hat sich mit China die dritte Weltmacht in den Kampf eingeklinkt.

Für die Zukunft sind Raketen mit Lichtbogentriebwerken oder Sonnensegeln geplant, mit denen die Astronauten in den interplanetaren Raum und andere Sonnensysteme vordringen können. Kommunikations- und Fernsehsatelliten sollen weiter privatisiert werden, und auch die Kolonialisierung anderer Planeten sowie die Rohstoffgewinnung im Weltraum wollen vorangetrieben werden.

Weltraumtourismus

Donnerstag, den 28. August 2008

Ab 2010 sollen die ersten (zahlungskräftigen) Touristen ins Weltall fliegen können. Madonna, die Queen of Pop, soll sich angeblich schon ein Ticket für einen Flug mit dem Virgin Galactic Raumflugzeug SpaceShipTwo gesichert haben. Der Trip kostet fast 200 000 Dollar, für Madonna wohl eher Peanuts. Die Passagiere dieser exklusiven Mission blicken nach einem fünfminütigen, schwerelosen Parabelflug in 110 km Höhe und einem atemberaubenden Sturzflug zurück auf eine Höhe von 17 km auf unseren blauen Planeten und das dahinterliegende, dunkle Universum. Die Flüge starten und landen vom „Spaceport America“ im US-Bundesstaat New Mexico. Nach zwei Stunden ist die Reise auch schon wieder vorbei.

Der Weltraumtourismus bietet ein riesiges Potential, 200 Personen haben den Flug bereits gebucht, weitere 85 000 Menschen sind vorgemerkt. Ein Weltraumabenteurer muss viel Geduld mitbringen, da in das Shuttle nur sechs Passagiere hineinpassen. Die Meisten werden also viele Jahre auf dieses einzigartige Erlebnis warten müssen. Weitere Projekte zu kommerziellen Reisen ins All befinden sich noch in der Entwicklungsphase.

Abenteuer Weltraum

Mittwoch, den 27. August 2008

Das Stichwort „Abenteuer Weltraum“ steht für die Faszination, die das Universum sowohl auf Wissenschaftler und Astronauten als auch auf uns „normale Menschen“ ausübt. Zahlreiche Dokumentationen, Bücher und Filme befassen sich unter diesem Oberbegriff mit dem All und seinen Geheimnissen. NATIONAL GEOGRAPHIC entführt uns beispielsweise per DVD mit der Sojus-Rakete zur ISS.

Der Zuschauer kann bei der Montage der russischen Trägerrakete ebenso live dabei sein, wie beim Astronautentraining. Er erlebt den Start der Sojus, erhält Einblicke in das schwerelose Leben im All und empfängt die „Weltreisenden“ bei ihrer Rückkehr auf die Erde. Spannender kann man den Weltraum nicht in die eigenen vier Wände holen!

Weltraum Wallpaper

Montag, den 25. August 2008

Die standardmäßigen Wallpaper(wörtl. Übersetzt „Tapeten“) von Windows reichen vielen Usern nicht mehr aus. Der Internetbrowser Firefox hat jetzt aus den Einsendungen seiner Nutzer eine Wallpapersammlung zusammengestellt. Sie enthält u.a. Bilder aus den Bereichen Comic, Fantasy und Weltraum. Über http://www.chip.de/downloads/Firefox-Wallpaper_32240315.html kann man sich die beliebtesten Bilder auf seinen PC holen, darunter auch sehr kreative Weltraum Wallpaper. Da freuen sich Nutzer und Computer;-)

Beginn des Weltraumtourismus 2010

Sonntag, den 24. August 2008

Das TrägerflugzeugEndlich bekommt die Öffentlichkeit den langersehnten Einblick. Am Montag stellte der britische Milliardär Sir Richard Branson sein sagenumwobenes Projekt in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat New-Mexico vor. Das zukünftige Weltraumtaxi, die White Night Two, wurde damit erstmals einer ausgewählten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Beobachter erinnerten sich, dass das Trägerflugzeug mit dem poetisch anmutenden Namen, einem Katamaran ähnlich sehe.

so funktioniert esEs soll in dem Projekt ‚Weltraumtourismus‘ als Trägerflugzeug für den eigentlichen Raumgleiter dienen. Branson galt schon früher als hoffnungsloser Visionär, fand allerdings in Burt Rutan einen Verbündeten. Im Jahr 2004 begann die Zusammenarbeit zwischen Virgin Galactic, dem Unternehmen Bransons, und Rutan. Er war dem Visionär aufgrund seiner Arbeit an dem Raketenflugzeug „Space Ship One“ aufgefallen. Dieses startete bereits 2004 zweimal in den Weltraum. Nun möchte Branson diesen Erfolg mit dem Nachfolger, „Space Ship Two“ ebenfalls realisieren. Ein gravierender Unterschied bleibt allerdings, dieses Mal sollen Urlauber in den Orbit geschossen werden. So die Vision.

Doch wie sieht es jetzt konkret mit der Umsetzung aus? Das Trägerflugzeug ist fertig, weitere Teile, wie die Raumkapsel, sollen folgen. “Durch die Fertigstellung des Fliegers haben wir ein neues Level bei unserer Vision der kommerziellen Raumfahrt erreicht und sind unserem Ziel ein großes Stück näher gekommen”, so Branson. Die White Night Two verfügt über eine Spannweite von 42 Metern und basiert ausschließlich auf Kohlenstoffverbindungen, auch als Kohlefasern bekannt. Damit ist den Entwicklern ein großer Clou gelungen. Denn es wäre das erste Trägerflugzeug, welches auf Kohlenstoffverbindungen basiert und den Weg in den Orbit findet. Aufgrund dieser Bauweise soll es das leichteste und energiesparendste Trägerflugzeug aller Zeiten werden. Zudem ist es, einem Katamaran ähnlich, mit zwei zueinander parallel verlaufenden Passagierkabinen ausgestattet, welche wiederum durch die Tragfläche zusammengehalten werden. Der erste Urlaubsweltraumflug ist für das Jahr 2010 angekündigt. Trotz dieses späten Zeitpunktes, oder vielleicht auch gerade deswegen, haben sich weltweit bereits 200 Menschen verbindlich für einen Flug angemeldet. Die Kosten, sie liegen bei etwa 200000 Dollar pro Person scheinen dabei nicht zu interessieren. Denn wer möchte schon seinen Lebenstraum gegen Geld aufwiegen? Auch das bei dieser Unternehmung nur ungefähr 5 Minuten in der totalen Schwerelosigkeit verbracht werden, scheint niemanden zu stören. Der Flug geht in seinem höchsten Punkt auf eine Höhe von ca. 110 Kilometern. In der Liste derer, die sich bereits angemeldet haben, finden wir aus diesem Grund auch niemanden von nebenan. Zu den illustren Passagieren gehören unter anderem Stephen Hawking, die Schauspielerin Victoria Principal und dann doch noch eine deutsche. Die Rede ist von Sonja Rohde, die sich damit ihren Lebenstraum erfüllt.

Diesen Trend verfolgt allerdings nicht nur Branson. Immer mehr Weltraumtourismus-Anbieter kommen zu Tage und wollen Bestandteil dieser neuen Ära werden. Eine Frage muss allerdings gestattet sein. Was wird dann aus allen anderen Tourismusbranchen, die schon jetzt über sinkende Besucherzahlen klagen? Wir warten auf sinkende Kosten und hoffend as die Schallmauer von 50.000 Dollar pro Flug schnell erreicht sind. Das ist für uns die Grenze wo es möglich wird eine Masse für solche Kurztripps zu begeistern. Viele träumen von Kind an, die Erde von ferne zu sehen und sei es nur für 5 Minuten. nach Umfragen sind auch “Normalbürger” bereit solche Summen für die Erfüllung eines Lebenstraumes auszugeben.

Weltraumbestattung

Samstag, den 23. August 2008

Bei einer Weltraumbestattung wird ein kleiner Teil der Asche des Verstorbenen in Weltall gebracht. Manchmal werden auch nur Fotos oder allgemeine Informationen über den Toten in Universum geschickt.
Allerdings kommt die Asche nach einiger Zeit als Nutzlast mit ihrer Rakete zurück, das Ganze gleicht daher eher einer Reise.

Wer genügend Kleingeld mitbringt, kann sich aber auch nach seinem Ableben von einem Bestattungssatelliten ins All schießen lassen, Urne und Satellit verglühen dann bei dem Eintritt in die Erdatmosphäre. Die Kosten liegen bei ca. 11 000 Euro. Alternativ sind auch Mondbestattungen möglich, hier werden ca. 25 000 Euro fällig. Entsprechende Flüge organisieren die amerikanischen Unternehmen Space Services Inc. und Lunar Services.
Die erste Weltraumbestattung fand am 21. April 1997 statt. Gene Roddenberry, Schöpfer der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“, ließ einen Teil seiner sterblichen Überreste in die erdnahe Umlaufbahn schießen. Damit setzte Roddenberry seinen Tod stilecht in Szene und kehrte zu den Sternen zurück, denen zeitlebens seine ganze Leidenschaft gehört hat.

Weltraumteleskop Hubble

Donnerstag, den 21. August 2008

Das Weltraumteleskop Hubble hat jetzt, mithilfe einer natürlichen Linse einen Blick in das frühe Universum geworfen und dabei die größte Sammlung weit entfernter Galaxien entdeckt. Es handelt sich hier um 10 Sternsysteme, die unvorstellbare 13 Milliarden Lichtjahre entfernt liegen dürften. Das 16 Jahre alte Shuttle ist nun übrigens doch nicht eingemottet worden. Im Mai 2008 flog eine bemannte Raumfähre ins All und stattete Hubble mit neuen Batterien, Stabilisatoren und Kameras aus.

Damit kann das Shuttle die nächsten fünf Jahre weiterforschen. Eigentlich sollte das berühmteste Weltraumteleskop der Welt in Rente gehen, weil es zu weit weg von der ISS durch das All kreiste und damit allen Gefahren hilflos ausgesetzt war. Der neue Nasa Direktor Michael Griffin setzte jedoch die Erneuerung des Space Shuttles durch. Auf das uns Hubble auch in Zukunft wichtige Erkenntnisse offenbaren wird.

Raumfahrt Astronomie Weltraum

Mittwoch, den 20. August 2008

Raumfahrt Astronomie Weltraum bilden eine feste Einheit. Missionen fliegen ins All, sammeln Informationen, Daten und Proben von Raumkörpern, während Astronomen das Geschehen im All von der Erde aus beobachten, auswerten und erforschen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa feierte am 29. Juli 2008 ihren 50. Geburtstag. Nachdem Präsident Eisenhower die Gründungsakte unterzeichnet hatte, nahm sie am 1. Oktober 1958 ihre Arbeit auf, hat Space Shuttles auf die Reise geschickt und die Raumstation ISS in die Erdumlaufbahn gesandt um Experimente in der Schwerelosigkeit durchzuführen und das Universum weiter zu erforschen. Aber nicht alle Erwartungen haben sich erfüllt.

Weder auf dem Mond noch auf dem Mars leben heute Menschen. Im Jahr 2020 soll es wieder einen bemannten Flug zum Mond geben und eine ständige Mondbasis errichtet werden. Für das Jahr 2037 ist ein bemannter Flug zum Mars geplant. Mehrere Milliarden Dollar werden jährlich in die Raumfahrt investiert, von den Forschungsergebnissen profitieren wir alle, weil sie in der Medizin, Mechanik und im Alltag eingesetzt werden.

Aber auch die Astronomen sind nicht untätig, sie haben inzwischen per Computer die Geburt der allerersten Sterne simuliert. Diese waren mehrere hundert Mal so groß wie die Sonne und nach einer Million Jahre ausgebrannt. Forscher der Brown University Providence im Bundesstaat Rhode Island konnten zudem nachweisen, dass es im Inneren des Mondes Wasser gibt. Grundlage der Untersuchungen war kieselartiges Vulkanglas, das bereits 1971 von Astronauten einer Apoll-15-Mission auf die Erde gebracht worden war. Darin wurden jetzt kleinste Spuren Wasser gefunden.

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