Weltraumschrott
Mehr als 600 000 Objekte ab 1cm Durchmesser rasen mit bis zu 50 000 Kilometern pro Stunde durch die Erdumlaufbahn und stellen eine enorme Bedrohung für Raumschiffe, Satelliten und Raumstationen dar. Nur 13 000 Teile Weltraumschrott können kontinuierlich von der Erde aus beobachtet werden. Ein Zusammenprall mit den tickenden Zeitbomben kann ernsthafte Schäden verursachen und ganze Objekte zerstören. Die internationale Raumstation(ISS) ist daher mit einem Meteoritenschutzschild ausgestattet, der zumindest Einschläge von kleinsten Teilen abwehrt.
Viele Space Shuttles und Satelliten können Ausweichmanöver fliegen, um Kollisionen mit einem der 13 000 registrierten Teile zu vermeiden. Dem restlichen unkontrollierten Schrott sind sie dagegen hilflos ausgeliefert. Er entsteht u.a. durch Explosionen von Satelliten und Oberstufen, Bruchstücke und Fragmente die aus dem Zusammenstoß zweier Raumkörper entstanden sind oder so genannte Killersatelliten, die während des Kalten Krieges eingesetzt wurden um Spionagesatelliten des Gegners zu neutralisieren. Diese führen meist absichtlich Kollisionen mit entgegenkommenden oder vorbeifliegenden Objekten herbei.
Weltraumschrott vermeidet man am besten, indem man ihn gar nicht erst entstehen lässt. Es ist kaum möglich, den Müll zu beseitigen, man kann ihn daher nur umschiffen oder seine Entstehung verhindern, indem man ihn beispielsweise im All verglühen lässt. Darüber hinaus wird er sehr genau von der Nasa und entsprechenden Militäreinrichtungen beobachtet. Besteht die Gefahr eines Zusammenstoßes z.B. mit einem Shuttle oder der ISS, wird rechtzeitig ein Ausweichmanöver eingeleitet, um das Schlimmste zu verhindern.

