Mit dem Fahrstuhl ins Weltall
Geht es nach Experten, so soll es noch in diesem Jahrhundert möglich werden, das Weltall zu bereisen. Zur Zeit liegen die Kosten für einen solchen Trip bei 20 Millionen US-Dollar, der Kosmos ist also nur für Multimillionäre erschwinglich. Das könnte sich aber bald ändern, und auch bei der Wahl des passenden Transportmittels für den künftigen Weltraumtourist sind die Forscher zu einem Ergebnis gekommen: der Urlauber soll per Fahrstuhl ins All befördert werden. Der Reisende wird zunächst zu einem Anlegerbahnhof gebracht und steigt anschließend in ein Raumfahrzeug um, das ihn zur Raumstation bringt. Dieser Fahrstuhl könnte in fünfzig Jahren einsatzbereit sein.
Wissenschaftler der Universität von Delaware und der italienischen Universität La Sapienza sind zuversichtlich, dass schon bald die ersten Pauschaltouristen die internationale Raumstation(ISS) werden besuchen können. Die amerikanische Beratungsfirma Fultron hat bereits ein Profil des typischen Weltraumtouristen erstellt; er soll um die 55 Jahre alt und zu 72% männlich sein. Einer Untersuchung zufolge würden mögliche Interessenten pro Jahr mindestens einen Monat in den Urlaub fahren, 41% würden Vollzeit arbeiten und nur 23% in Rente gehen. Man geht davon aus, dass bis 2013 ca. 13 000 Menschen eine Reise in das Universum buchen und von exklusiven Zimmern aus einen spektakulären Blick auf die Erde genießen möchten.
Der Weltraumtourismus gilt als lohnendes Geschäft und dürfte jährlich rund 700 Millionen US-Dollar in die Kassen der Veranstalter spülen. Eine Reise zur ISS kostet den Touristen ca. 80 000 US-Dollar und könnte dann, zumindest für den wohlhabenderen Teil der Weltbevölkerung, alltäglich werden.

