Die bislang einzige umgesetzte und sicherlich teuerste Variante, in den Weltraum (und nicht nur an den Rand der Erdatmosphre) zu gelangen, ist die, vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus mit der Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS zu starten. Fr den Preis von 20 Mio. USDollar (umgerechnet knapp 14 Mio. Euro) bekommt man als Tourist die Mglichkeit geboten, in der Raumstation fr mehrere Tage die Erde zu umkreisen.
Zweimal im Jahr fliegt eine SojusKapsel zur ISS. Da derzeit zwei der drei in der Kapsel zur Verfgung stehenden Pltze vom Kommandanten und vom Bordingenieur eingenommen werden, kann jeweils nur ein Tourist ins All befrdert werden. Trotz der hohen Investition ist das Interesse an einer Fahrt zur ISS ungebrochen. Da die derzeit realisierten Weltraumreisen zur ISS nur von Multimillionren finanzierbar sind, sollen Suborbitalflge die preisgnstigere Alternative fr den etwas kleineren Geldbeutel bieten. Fr 150.000 bis 200.000 USDollar bekommt man zwar keinen ausgedehnten Weltraumausflug geboten dennoch wird die Mglichkeit gewhrt, in einer Hhe von ca. 100 km ber der Erdoberflche fr bis zu 15 Minuten die Schwerelosigkeit erleben zu drfen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern fr dieses Vorhaben.
Whrend ein Raumflug zur ISS mit einem mehrmonatigen Training verbunden ist, beschrnken sich die Vorbereitungsmanahmen fr einen Suborbitalflug auf wenige Tage. Im Laufe der ca. 3 bis 4tgigen Einweisungsphase findet ein Sicherheitstraining statt. Auerdem werden Flugsimulationen, Parabelflge (Flge, bei denen Schwerelosigkeit erzeugt wird) und weitere Trainingsmanahmen durchgefhrt.
Suborbitalflge basieren auf Raketensystemen, die wieder zurck zur Erde kehren. Um berhaupt in eine entsprechende Flughhe gelangen zu knnen, befindet sich die Startbahn in vertikaler Ausrichtung. Erreicht das Raumschiff die gewnschte Hhe, kommt der groe Moment: In den Minuten der Schwerelosigkeit, welche nach dem Ausschalten die Triebwerke erreicht wird, drfen die Passagier sich frei durch die Kabine bewegen und den Anblick des Weltalls durch die Fenster genieen.
Jeder, der an einer Weltraumreise teilnimmt unabhngig davon, ob die Erdumlaufbahn erreicht wird oder der Flug suborbital stattfindet darf sich hinterher als Astronaut bezeichnen. Generell trifft die Bezeichnung "Astronaut" auf jeden zu, der die so genannte Krmn-Linie, welche in einer Hhe von 100 km den Übergang zwischen Erdatmosphre und Weltall bildet, berschritten hat.
Die Umsetzung der ersten touristischen Suborbitalflge ist fr das Jahr 2009 geplant.

ISS-Raumstation

Erst privater Suborbitalflug mit dem Spaceship One.
Programmierung und Webdesign Dresden by INlife.de | Impressum |